Geschichte der Dreifaltigkeitskirche

Detail AltarbildEine kurze Einführung in 100 Jahre evangelische Kirchengeschichte in Göggingen:

I 1898 Fast 600 Menschen bilden die evangelische Gemeinde, die von St. Anna betreut wird. Ab 6. Februar wird ein monatlicher Gottesdienst eingeführt und in einem Restaurationssaal der Hessingschen Kuranstalt gehalten. Am 11. Dezember gründet sich der „Protestantische Kirchenbau-Verein Göggingen“.


II 1908 Dank einer Spende von Kommerzienrat Ernst Schmid und Frau Eugenie, geb. von Stetten, die sich insgesamt mit 107.000 Mark an Bauplatz, Kirchbau und Ausstattung beteiligen, kann das Baugrundstück erworben werden. 1911: Mit einem Vermögensstand von 42.393 Mark beschließt eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Kirchbauvereins am 12. Februar den Baubeginn einer Kirche mit Gemeinderäumen. Nach Plänen des Architekten Ulrich Lang, München, erfolgt am 18. November 1911 der erste Spatenstich.

III 1912 Am 22. Dezember schreiten Posaunenchor, Schuljugend, Geistliche und Gemeinde mit Bürgermeister Eichleitner samt Gemeindeverwaltung an der Spitze durch ein Spalier der Gögginger Feuerwehr zum Südportal der Kirche. Architekt Lang und Baumeister Gaugenrieder übergeben den Schlüssel zum Gotteshaus. Es folgen Ansprache, Segnung, Öffnung der Kirchentür und Einzug der Gemeinde in das Gotteshaus mit dem Choral „Nun danket alle Gott“.


IV 1923 Göggingen wird zur eigenen Pfarrei erhoben und am 14. Oktober Pfr. Wilhelm Bogner als erster Pfarrer der Gemeinde eingeführt.
1924: Die junge Pfarrei baut ein Pfarrhaus und erwirbt das Grundstück mit dem alten katholischen Mesnerhaus als Öffnung zur Von-Cobres-Straße hin.
1938: Bei einer ersten Renovierung erhält der Altarraum den heute noch prägenden graublauen Grundton.


V 1964/65 In dieser Zeit bekommt das bislang nur „Gögginger Kirche“ genannte Gotteshaus den Namen Dreifaltigkeitskirche. Bei einer erneuten Renovierung erhält der Maler und Grafiker Hubert Distler von Pfarrer Goschenhofer den Auftrag, den Altarraum mit einem Wandbild zu schmücken. Der neue Name bestimmt „Dreifaltigkeit“ als Thema des Bildes. Ein bis dahin prägendes goldfarbenes Kruzifix muss weichen. Auch die Orgel wird durch das heutige Instrument ersetzt und mit 21 Registern, drei Werken und einem zweimanualigen Spieltisch von der Rieser Firma Steinmeyer gebaut.
1967: Theo Bechteler vollendet das Altarkreuz und die Umgestaltung der Apsis nach einem zeitgemäßen Stilgefühl.


VI 1990 Die Mutterkirche bekommt zwei Töchter. 1964 wird in Inningen eine Montagekirche errichtet. 1990 beschließt der Kichenvorstand, diese durch einen Neubau zu ersetzen.
1999 erfolgt die Einweihung der neuen Johanneskirche in Inningen.
Leitershofen erhält 1987 sein Immanuelhaus. Das Haus beherbergt heute einen Kindergarten sowie Gemeinderäume. Seit Juni 2010 lädt auch eine Glocke vom acht Meter hohen Turm zu den Gottesdiensten.
1987 erfolgen in der Dreifaltigkeitskirche umfangreiche Renovierungsarbeiten an Fassade und Dach


VII 2004 In den Jahren 2004 bis 2006 werden umfangreiche Renovierungsmaßnahmen an der Heizung und den Gemeinderäumen der Dreifaltigkeitskirche vorgenommen. Die ehemalige Diakonissenwohnung im 2. OG steht seitdem als Dachzimmer mit seinem gemütlichen Charakter Gesprächskreisen und dem Kindergottesdienst offen. Im 1. OG gibt eine nüchterne Gestaltung Raum für konzeptionelle Planungen und größere Dienstbesprechungen. Der praktische Saal im EG bleibt, was er war: Versammlungsraum der Gemeinde für Lehre, z.B. im Konfirmandenunterricht, und Leben, wie beim Kirchenkaffee. Im Jubiläumsjahr werden umfangreiche Schönheitsreparaturen
am Turm, an der Fassade und den Eingangsbereichen vollzogen.